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Corona

5 Punkte, um solidarisch aus der Corona-Krise zu kommen

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine medizinische Krise, sie bedroht nicht nur Gesundheit und Leben vieler Menschen, sondern sie stellt die ganze Gesellschaft vor eine dramatische Belastungsprobe. Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Coronainfektionen sind mit massiven Einschränkungen der Grundrechte verbunden. Die Krise trifft die am härtesten, die wenig haben. Viele Menschen erleiden drastische Einkommensverluste bis zum Totalausfall, in zahlreichen Branchen haben Unternehmen keine Aufträge mehr, es droht eine massive Wirtschaftskrise. 

In dieser Krise wird sich mit entscheiden, in was für einer Gesellschaft wir leben: Wird die soziale Spaltung drastischer oder tun wir das Richtige und stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt und geben eine solidarische Antwort?

 

Ein Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze

Die Corona-Pandemie trifft auf ein Gesundheitssystem, das seit Jahren kaputtgespart wurde und wird. In Krankenhäusern herrschen zum Teil dramatische Zustände und es fehlen mehr als hunderttausend Pflegekräfte. Jetzt rächen sich die Privatisierungen und damit verbundenen Profitorientierung in Gesundheitswesen und Pflege. Die Bertelsmann Stiftung forderte noch im letzten Sommer in einer Studie die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen. Wenn sich das Corona-Virus zu schnell ausbreitet, kann das deutsche Gesundheitssystem überlastet werden. Deshalb müssen wir jetzt alles tun, um das Gesundheitssystem dauerhaft krisenfest zu machen. Wir fordern 500 Euro mehr Grundgehalt für alle in der Pflege als dauerhafte Sofortmaßnahme. Wir müssen sofort in die Krankenhäuser investieren und die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen Investitionsstau von 30 Mrd. Euro beheben.

 

Menschen vor Profite: Beschäftigte sind systemrelevant!

Viele Menschen in systemrelevanten Berufen, Pflegekräfte, Kassierende und Fahrende arbeiten bis zum Umfallen und riskieren ihre Gesundheit, doch bezahlt werden sie seit eh und je mies. Es sind vor allem Frauen, die den Laden am Laufen halten. Applaus vom Balkon und Lob von der Kanzlerin sind schön und gut, aber diese Anerkennung von Bedeutung und Risiko dieser Berufe sollte sich auch in der Bezahlung ausdrücken. Während die Besitzer der großen Supermärkte und Discounter gerade Rekordgewinne einstreichen, sitzen die Kassierenden an der Kasse, machen Überstunden, sind einen hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt und bekommen kein Cent mehr.

 

Solidarität in Zeiten von Corona

Niemand darf in der Krise zurückgelassen werden. Wir müssen jene Menschen in unserer Gesellschaft absichern, die von Verdienstausfällen betroffen sind: Beschäftigte und Erwerbslose, Menschen die von Armutsrenten leben müssen sind oder Solo-Selbstständige und Kleingewerbe. Wie soll „zu Hause bleiben“, Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebote umsetzen werden, wenn man keine eigene Wohnung hat? Deshalb benötigen jetzt wohnungslose Menschen oder Geflüchtete in Sammelunterkünften besonderen Schutz.

Nur gemeinsam und solidarisch können wir diese Herausforderungen meistern. 

Materialien

  1. PDF 529 KB

    Fahrplan für den Corona-Winter (Link öffnet ein neues Fenster)

    Unser Fahrplan zeigt wie wir durch den Corona-Winter kommen: Was müssen wir jetzt tun? Wie können wir soziale Härten abfedern und diejenigen unterstützen die besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind? Wie können wir gestärkt aus dieser Krise kommen? Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  2. PDF 255 KB

    Solidarisch aus der Krise: Menschen vor Profite! (Link öffnet ein neues Fenster)

    Beschluss des Parteivorstandes vom 28. März 2020, ergänzt durch die Beschlüsse 2020/53 A und 2020/53 B vom 4. April 2020 Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  3. PDF 3 MB

    Die Corona-Zeitung der LINKEN (Link öffnet ein neues Fenster)

    LINKE News in Zeiten von Corona Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  4. PDF 529 KB

    Auf den Punkt gebracht: Wer Geld für Dividenden hat, darf keine Staatshilfen bekommen (Link öffnet ein neues Fenster)

    Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  5. PDF 531 KB

    Auf den Punkt gebracht: Menschen vor Profite! (Link öffnet ein neues Fenster)

    Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  6. PDF 529 KB

    Auf den Punkt gebracht: Corona und die Grundrechte (Link öffnet ein neues Fenster)

    Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  7. PDF 527 KB

    Auf den Punkt gebracht: Ein Rettungsschirm für die Menschen! (Link öffnet ein neues Fenster)

    Wie Unternehmen die Krise nutzen wollen Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  8. PDF 102 KB

    Auf den Punkt gebracht: Corona und das Gesundheitssystem (Link öffnet ein neues Fenster)

    Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  9. PDF 423 KB

    Leitfaden zur medialen Vernetzung (Link öffnet ein neues Fenster)

    Download (Link öffnet ein neues Fenster)

  10. PDF 5 MB

    Für eine solidarische Zukunft nach Corona (Link öffnet ein neues Fenster)

    Vorschläge zur strategischen Positionierung der LINKEN, von Katja Kipping, Bernd Riexinger, Jörg Schindler und Harald Wolf Download (Link öffnet ein neues Fenster)

Aktuelle Entwicklungen und Stellungnahmen


Bernd Riexinger

Zur Situation in Pflegeheimen

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung warnt vor strikten Besuchsverboten in Pflegeeinrichtungen. Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, dazu: Weiterlesen


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Zur Ankündigung des Bundesfinanzministeriums, das Corona-Überbrückungsgeld wieder aufzulegen, sagt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE: Weiterlesen


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Zu der Aussage der Bundesregierung, Abriegelungen seien ein mögliches Mittel im Kampf gegen Corona, sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE: Weiterlesen


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