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Flucht

Die Bundesregierung hat keine Voraussetzungen für eine gute Integration geschaffen und betreibt stattdessen weiter eine Politik der Abschottung, des Generalverdachts und der Entrechtung gegenüber Einwanderern und Geflüchteten.

DIE LINKE will die Ursachen von Flucht und Vertreibung bekämpfen, anstatt Flüchtende zu bekämpfen und deren Fluchtwege zu blockieren. Im Zentrum steht: das Recht, »nicht migrieren zu müssen«. Fluchtursachen sind vielfältig. Fast immer hängen sie mit der weltweiten Ungleichheit zwischen Arm und Reich zusammen. Diese Ungleichheit wächst durch Ausbeutung in unfairen Handelsbeziehungen, das Erstarken der großen Agrarkonzerne, rücksichts los agierende transnationale Konzerne und den durch die Industrieländer in erster Linie zu verantwortenden Klimawandel.

DIE LINKE kämpft für eine solidarische gerechte Weltwirtschaftsordnung, gegen Krieg und Rüstungsexporte, gegen Landraub, für faire Produktionsverhältnisse, für Demokratie und Menschenrechte, weltweit. Geflüchtete sollen das Recht auf soziale, kulturelle und demokratische Teilhabe in unserem Land haben.

 

 

 

»Lifeline«-Kapitän Claus-Peter Reisch

Für unsere neue Ausgabe der Mitgliederzeitschrift DISPUT haben wir ein Interview mit dem »Lifeline«-Kapitän Claus-Peter Reisch geführt. Darin berichtet er über die Situation im Mittelmeer und die staatlichen Versuche, seine Rettungsmissionen zu behindern. Das Interview in ganze Länge kann in der Oktober-Ausgabe nachgelesen werden oder online auf unsere DISPUT-Seite. Zum Interview

Unsere wichtigsten Forderungen

  1. 1

    Wir wollen Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge! Wir brauchen eine gerechte Entwicklungshilfe und fairen globalen Handel.

  2. 2

    Wir unterstützen die Forderungen nach einem sofortigen Stopp der Abschiebungen und nach einem Bleiberecht für alle.

  3. 3

    Geschlechtsspezifische Fluchtursachen wollen wir als Asylgrund umfassend  anerkennen und bedrohte Frauen vor Abschiebung schützen. Menschen, die  wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden, sollen umfassenden  Schutz erhalten. 

  4. 4

    Wir wollen sichere Fluchtwege schaffen, damit das Sterben im Mittelmeer aufhört. Das Recht auf Asyl stellen wir wieder her und setz en die Genfer Flüchtlingskonvention durch. Der schmutzige Deal mit der Türkei und anderen Ländern muss aufgekündigt werden!

  5. 5

    Wir wollen eine solidarische Einwanderungsgesellschaft: mit sozialer Sicherheit statt Konkurrenz um Arbeitsplätze, Wohnungen und Bildung. Mit einer sozialen Offensive für alle , die den Zusammenhalt der Gesellschaft stärkt.

  6. 6

    Wir fordern ein Bleiberecht für alle Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus, spätestens, wenn sie fünf Jahren in Deutschland leben. Die Praxis der sogenannten Kettenduldungen wollen wir zugunsten von dauerhaften Perspektiven abschaffen.

  7. 7

    Wir wollen die Unterbringung von Geflüchteten in Massenunterkünften beenden und dezentral organisieren.

  8. 8

    Die Residenzpflicht, Wohnsitzauflagen und die Unterbringung in Sammellagern müssen bundesweit abgeschafft werden.

  9. 9

    Abschiebungen lehnen wir ab. Insbesondere Abschiebungen in Kriegsgebiete und existenzielle Not wie Obdachlosigkeit, mangelhafte medizinische Versorgung und Diskriminierung werden wir sofort stoppen.

  10. 10

    Die Ausnahmen vom Mindestlohn und das Asylbewerberleistungsgesetz wollen wir abschaffen.

"Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft"

Erklärung

Gemeinsame Erklärung der Partei- und Fraktionsvorsitzenden anlässlich der Tagung des Parteivorstandes und der Bundestagsfraktion zum Thema “Flucht und Migration” am 30. November 2018.

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In die richtige Richtung, aber nicht weit genug

UN-Migrationspakt

Im Dezember 2018 soll in Marrakesch der "Globale Pakt für Migration" verabschiedet werden. Was steckt hinter dem Abkommen? Was ist gut daran und was fehlt? Wir haben das Wichtigste zusammengefasst.

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Mythen, Märchen, Manipulationen - Acht Lügen über den UN-Migrationspakt

UN-Migrationspakt

Die politische Rechte fährt gerade eine riesen Kampagne gegen den UN Migrationspakt. Es wird vieles behauptet, was schlichtweg nicht wahr ist. Kathrin Vogler deckt acht Lügen auf. 

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Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Nachrichten

DIE LINKE unterstützt den Aufruf der internationalen Organisation „Seebrücke“ zu bundesweiten Demonstrationen für sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Geflüchteten. 

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Nein zu Obergrenzen

Beschluss des Parteivorstandes

Asyl ist ein Grundrecht und darf weder durch Obergrenzen noch durch Kontingente eingeschränkt werden. Das hat der Parteivorstand am 12. Dezember beschlossen. Zum vollständigen Beschluss des Parteivorstandes:                                                              

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EU-Türkei-Deal

Hintergrund

Der EU-Türkei-Deal vereinbart, die Rückführung von syrischen Flüchtlingen, wenn diese in Griechenland anlanden. DIE LINKE lehnt das Abkommen ab, denn es verstößt gegen Menschenrechte und hebelt die Genfer Konvention aus.                                     

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Nachrichten zum Thema


Katja Kipping

Fluchtursache Klimawandel

Der Klimawandel könnte Millionen Menschen zum Umsiedeln zwingen, heißt es in einem aktuellen Bericht der Weltbank. Das ist keine neue These, unterstreicht aber umso mehr die Dringlichkeit von Klimagerechtigkeit. Menschen fliehen vor Krieg, politischer Verfolgung, existentieller Not und den Folgen der Umweltzerstörung, die der Klimawandel bewirkt. Das System, das hinter all dem steht, heißt Krisenkapitalismus. Der bringt die hemmungslose Ausbeute von Ressourcen mit sich und begünstigt in vielen Ländern ein Wachstum, das nicht nachhaltig ist und den Klimawandel vorantreibt. Dieses fehlerhafte System wird von der Bundesregierung mitgetragen, die die Klimaziele für 2020 mit ihren bisherigen Maßnahmen drastisch verfehlt. Es ist erschreckend, wenn sich ein Land von der Größe und dem Energieverbrauch der USA, zurück ins klimapolitische Steinzeitalter begibt. Die Bundesregierung redet gern Grün daher, folgt dann aber der Kohle- und Abgaslobby. 2016 lag Deutschland im weltweiten Ranking des CO2 Ausstoßes auf Platz sechs. Notwendigerweise müssen jetzt der Kohleausstieg und die Verkehrswende in Deutschland vorangebracht werden. Europaweit muss Migration endlich in die Entwicklungspläne aufgenommen, und Klimafluchtprozesse müssen näher untersucht werden. Beim Thema Klimaschutz kann sich niemand mehr leisten, auf Zeit zu spielen. Es ist Zeit für die Energiewende und höchste Eisenbahn für die Verkehrswende.