Systemrelevante Heldinnen in Not? Arbeit in Pflege und Einzelhandel

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Feministische Politik"

Wir wollen die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen und Queers, die im Pflegebereich und im Einzelhandel tätig sind während der Corona Krise in den Blick nehmen. Ihre Sorgen, Bedürfnisse und Forderungen werden oft nicht gehört oder gar ignoriert. Neben dieser gesellschaftlichen wie politischen Missachtung der Lebensrealitäten von Frauen und Queers in diesen Bereichen, werden sie aber gerade zeitgleich zu den systemrelevanten Heldinnen unserer Zeit stilisiert, die aber außer ein paar warmer Worte und Applaus nichts bekommen.

Sowohl im Einzelhandel als auch in der Pflege sind der Großteil der Beschäftigten Frauen und Queers. Sie sind von Mehrfachbelastungen betroffen, da sie meist noch zusätzliche Sorgearbeit im privaten Bereich leisten, insbesondere in Zeiten von geschlossenen Kitas, Schulen usw.

Bereits vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie war das deutsche Gesundheitssystem in einer Notlage. Ökonomisierung und Privatisierung führten zur Überbelastung der Beschäftigten und zur Unterversorgung der Patientinnen und Patienten. 

Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel verschlechtern sich auch vor Corona bereits stetig: Das Gründen von Betriebsräten wird verhindert, die Tarifbindung mit Füßen getreten und Auszubildende als "billige Arbeitskräfte" ausgebeutet. 

Was ist neu in der Corona-Krise und was hat System in Pflege und Einzelhandel? Was können wir tuen um die Lage zu verbessern und Beschäftigte zu unterstützen? Welche Forderungen sollten wir erheben, mit welchen Aktionen und Protestformen können wir etwas erreichen und nachhaltig verändern?

Diese und andere Fragen wollen wir mit

  • Silvia Habekost (Ver.di aktive Krankenpflegekraft)
  • einer Betriebsrätin aus dem Einzelhandel diskutieren.
  • Moderation: Bettina Gutperl, Parteivorstand DIE LINKE

1. Juli, 20 Uhr: us02web.zoom.us/j/85141196093

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