Klimaflucht. Fakten und Analysen zu Klimakrise und globaler Migration -

mit Fabian Georgi (​Uni Marburg, Politikwissenschaftler)

Die Klimakrise sowie zahlreiche weitere Prozesse ökologischer Zerstörung konfrontieren die Menschheit heute mit Gefahren, die in ihrer bisherigen Geschichte ohne Gleichen sind. Obwohl die existenzielle Bedrohung menschlichen wie nicht-menschlichen Lebens weithin bekannt und wissenschaftlich belegt ist, werden tatsächlich angemessene Schritte nicht ergriffen. Ein sozial-ökologisches Umsteuern politisch durchzusetzen, ist deshalb so schwierig, weil es dem Wachstumszwang der kapitalistischen Re/Produktionsweise und unserer imperialen Lebensweise widersprechen würde.

Klimaflucht und Klimamigration sind zentrale Felder auf denen über Reaktionen auf die ökologische Krisen gerungen wird. Nicht nur sind Bewegungen der  Klimamobilität als Strategien zu verstehen, mit denen vor allem Angehörige der globalen Arbeiter*innenklasse versuchen, ihr Leben angesichts ökologischer und anderer Krisenprozesse zu sichern und zu verbessern; auch das ob und wie der politischen Regulation solcher Mobilität ist in Deutschland, Europa und weltweit nicht zuletzt innerhalb der globalen Linken heftigst umkämpft.

Im Mittelpunkt dieser digitalen Veranstaltungen stehen aus linker Sicht drängende Fragen: Welche Prognosen und Einschätzungen gibt es zu Klimaflucht heute und zukünftig und wie sind die wissenschaftlichen Kontroversen hierüber zu bewerten? Wie werden die politisch-staatlichen Reaktion auf Klimaflucht (Stichwort Migrationsmanagement) in der kritischen Wissenschaft und progressiver Bewegungen analysiert? Und vielleicht am wichtigsten: Mit welchen Positionen, Strategien und Richtungsforderungen sollten linke Akteure sich dem drohenden Festungskapitalismus entgegenstellen? Wie ließen sich solche Strategien mit anderen Projekten einer sozialistisch-ökologischen Transformation kombinieren?

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