Clara-Zetkin-Frauenpreis 2016

Preisträgerin 2016 ist das Frauenzentrum Lilith in Halberstadt, der Spezialpreis für politische Intervention ging an #ausnahmslos

Clara-Zetkin-Frauenpreis

Der Unabhängige Frauenverband Landkreis Harz e.V. (UFV) hat sich 1991 gegründet. Er versteht sich als Bestandteil einer weltweiten Frauenbewegung, die sich für die Überwindung unterdrückender Herrschafts- und Denkstrukturen und eine sozial gerechte, gewaltlose, demokratische, ökologisch stabile und multikulturelle Welt einsetzt. Ein Jahr nach der Gründung eröffnete das Frauenzentrum in Halberstadt, damals noch namenlos.

Das Frauenzentrum Lilith bietet seit seiner Eröffnung Frei- und Schutzraum für Mädchen und Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten für Frauen und Mädchen unterschiedlicher Nationalitäten, Altersgruppen, sozialer Schicht und Lebensweisen. Es werden Informations-, Bildungs- und Kulturveranstaltungen organisiert. Darüber hinaus wird Beratung für Frauen und Mädchen angeboten. Gerade im ländlichen Raum ist es eine wichtige und gleichsam schwierige Aufgabe, sich als Frauenzentrum mit Empowerment und so viel Angeboten etablieren und halten zu können. Neben den vielen tollen Angeboten war genau das ein Grund für die Jury, sich für dieses Projekt als Preisträgerinnen des Clara-Zetkin-Frauenpreises 2016 zu entscheiden. Herzlichen Glückwunsch!

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Preis für politische Intervention: #ausnahmslos

Aufgrund der öffentlichen Debatte über Sexismus und Rassismus hat sich die Jury in diesem Jahr entschieden einen Preis für politische Intervention zu vergeben. Viele Unterstützerinnen, darunter auch Anne Wizorek, eine Mitinitiatorin der #aufschrei-Kampagne, haben sich Anfang des Jahres nach den Geschehnissen in der Silvesternacht in Köln zu Wort gemeldet und mit #ausnahmslos in die politische Debatte eingegriffen. #ausnahmslos sind Feministinnen aus unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen ethnischer und religiöser Herkunft, die sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus einsetzen. Innerhalb kürzester Zeit haben 11.000 Menschen den Aufruf unterstützt und damit ein deutliches Zeichen gesetzt.

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