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Auftakt zum Programmprozess

Mitgliederkonferenz

Am 10. Januar 2026 laden wir unsere Mitglieder zum Auftakt unseres Programmprozesses im FMP1 (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin) ein. Wir verbringen einen gemeinsamen Tag voller Workshops, Panels und Austausch. 

Die Anmeldung zur Auftaktveranstaltung ist jetzt geschlossen.

Programm

Zeit


Programmpunkt


10:15-10:30 Uhr Eröffnung durch Bundesgeschäftsführer Janis Ehling
10:30-11:00 UhrKeynote der Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner
11:00-11:30 Uhr                         Keynote von Hans-Jürgen Urban (Sozialwissenschaftler und Vorstandsmitglied der IG Metall)
12:00-14:00 UhrEinführungsworkshops (einstündig, versetzter Beginn)
12:00-13:00 UhrWas bedeutet Faschisierung?
12:00-13:00 UhrKleine Geschichte der Linken und des Erfurter Programms
12:00-13:00 UhrWas ist Neoliberalismus?
12:00-13:00 UhrReform, Revolution, Transformation, Utopie
13:00-14:00 UhrWas ist fossiler Kapitalismus?
13:00-14:00 UhrKlassenpolitik heute - neue Zusammensetzung der Arbeiter*innenklasse - warum Klasse und Identität keine getrennten Kämpfe sind
13:00-14:00 UhrGlobaler Kapitalismus, Imperialismus und Geopolitik
13:00-14:00 UhrArbeit, Produktion und Reproduktion (Prekarisierung, Feminisierung der Arbeit)
14:30-17:00 UhrPanel 1: Auf dem Weg in die autoritäre Gesellschaft?
17:30-20:00 UhrPanel 2: In welchem Kapitalismus leben wir und wie kommen wir da raus?
21:00 UhrParty L.U.X (Schlesische Str. 41 in Kreuzberg)

Der Ablauf und die Veranstaltungstitel entsprechen dem momentanen Planungsstand und können sich ggf. ändern. Die Übersicht wird fortlaufend aktualisiert.

Das Programmheft zum Download
Auftakt der Mitgliederkonferenz mit Ines Schwerdtner, Janis Ehling & Hans-Jürgen Urban

Livestream Teil I

Ab 10:15 Uhr Eröffnung durch Bundesgeschäftsführer Janis Ehling, anschließend Keynotes der Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Hans-Jürgen Urban (Sozialwissenschaftler und Vorstandsmitglied der IG Metall)

Panels "Auf dem Weg in die autoritäre Gesellschaft?“ & "In welchem Kapitalismus leben wir?"

Livestream Teil II

Ab 14:30 Uhr “Auf dem Weg in die autoritäre Gesellschaft?” mit Vanessa Thompson, Margit Mayer und Klaus Dörre, anschließend ab 17:30 Uhr “In welchem Kapitalismus leben wir und wie kommen wir da raus?” mit Isabella Weber, Alex Demiróvic Harald Wolf.

Das Programm im Detail

Raum: Seminarraum 2
Referentin: Anika Taschke
Moderation: Jonathan Burkert

Der Workshop führt in den Begriff der Faschisierung ein: Die Gesellschaft rückt nach rechts und die Mitte radikalisiert sich. Trump und Co. stellen liberale Errungenschaften und Rechtsstaatlichkeit insgesamt infrage. Sie brechen Gesetze und feiern sich dafür. Wir diskutieren Ursachen, Erscheinungsformen und was das für unsere Strategie gegen Rechts bedeutet.

Raum: Salon
Referent: Martin Neise
Moderation: Christian Anneke

Die Linke ist entstanden in den Auseinandersetzungenum Sozialabbau und die Agenda 2010 Anfang des Jahrtausends. Das Grundsatzprogramm wurde mitten in der weltweiten Finanzkrise geschrieben. Was sind wichtige Bezugspunkte in unserer Geschichte, wo kommen wir her, wie haben wir uns entwickelt? Wir wollen die wichtigsten Schritte und Phasen nachvollziehen, die Die Linke zu dem gemacht haben, was wir heute sind.

Raum: Seminarraum 3
Referent: Thomas Sablowski
Moderation: Michael Frey

Neoliberalismus ist als politisches und ideologisches Projekt gegen den Wohlfahrtsstaat entstanden. Sozialabbau, Privatisierung und Entlastungen für Reiche und Konzerne standen in unterschiedlichen Zeiten im Vordergrund – mal mehr mit autoritärem Gesicht, mal mehr mit liberalem. In Deutschland hat der rot-grüne Neoliberalismus Anfang des Jahrtausends für die Gründung der Linken eine große Rolle gespielt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als sei die Zeit der großen Angriffe vorbei. Ist er jetzt zurück? Der Workshop führt in den Begriff und die Geschichte ein. Schließlich fragen wir, was den Neoliberalismus so „erfolgreich“ machte und wie wir ihm als Linke begegnen können.

Raum: Seminarraum 1
Referent: Raul Zelik
Moderation: Christina Kaindl

Wie verändern wir Gesellschaft? Ein radikaler Umbau wird wahrscheinlich nicht als Erstürmung der Regierungspaläste stattfinden. Wie schaffen wir Ansatzpunkte im Hier und Jetzt, an denen eine andere, gerechte, freie Gesellschaft ansetzen kann? Was sind Fallstricke? Wie können wir Hegemonie erreichen? Ist es gut, ein Bild der zukünftigen Gesellschaft zu haben, eine Utopie? Oder wird das Bild der kommenden Verhältnisse erst in den Kämpfen um Veränderung entstehen können?

Raum: Seminarraum 3
Referentin: Birgit Mahnkopf
Moderation: Malte Fiedler

Öl und Gas sind im gegenwärtigen Kapitalismus weiter zentral. Gegen die Versuche der vergangenen Jahre, einen „grünen Kapitalismus“ zu stärken, kommt mit Trump, Merz und den anderen konservativen Regierungen ein Rollback. Wir wollen fragen: Wie wird diese Macht organisiert, was sind die Kapitalgruppen, wie machen sie Profit und auf wessen Kosten? Unser Gegenkonzept ist nicht ein „grüner Kapitalismus“ – wäre der überhaupt möglich? Gibt es einen Kapitalismus ohne Wachstum oder ein Wachstum, das nicht die Klimakatastrophe weiterbefördert? Wir wollen soziale und ökologische Gerechtigkeit zusammenbringen. Wie kann das aussehen?

Raum: Seminarraum 1
Referent*in: Violetta Bock
Moderation: Martin Neise

Was bedeutet Klasse? Wer gehört dazu, wie hat sich die Zusammensetzung der Arbeiter*innenklasse verändert? Viele denken bei der Arbeiterklasse an Männer, die in Fabriken arbeiten. Was ist mit den Reinigungskräften der Fabrik? Mit den Erzieher*innen, Paketboten, Pflegekräften? Wie stehen dazu andere Herrschaftsverhältnisse wie Patriarchat, Rassismus und Queerfeindlichkeit zu „Klasse“? Wie kann sozialistische Klassenpolitik heute aussehen und wie bringt sie, Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammen?

Raum: Salon
Referent: Stefan Schmalz
Moderation: Alexander Hitschler

Der Kapitalismus umspannt den Globus: Welche Rolle spielen Staaten, Konzerne und internationale Organisationen? Warum führt Konkurrenz um Märkte, Rohstoffe und Macht immer wieder zu Krisen und Kriegen? Lange war die Weltordnung von zwei Polen geprägt – den USA und dem sowjetischen Block. Dann war nur noch die USA übrig. Wer sind heute die Machtzentren? Welche Rolle spielen Aufrüstung und Krieg im neuen Kapitalismus?

Raum: Seminarraum 2
Referentin: Alex Wischnewski
Moderation: Susanne Steinborn

Arbeiten werden schlecht bezahlt, dafür bekommen Top-Manager und Wirtschaftsanwälte Millionen. Wer entscheidet darüber? Was haben Privateigentum an Produktionsmitteln und Ausbeutung damit zu tun? Wieso erhöhen steigende Profite von Unternehmen den Stress in Familien? Und wieso arbeiten wir nicht alle nur 20 Stunden, wenn früher ein Lohn oft die ganze Familie ernähren konnte?

Die Regierung macht Stimmung und Gesetze gegen Migrant*innen und Menschen in der Grundsicherung. Gleichzeitig baut sie den Sozialstaat und die materiellen Grundlagen der Demokratie ab. Welche Interessen stehen dahinter? Wie verfangen menschenfeindliche Ideen in der gesellschaftlichen Mitte? Eine Demokratie kann auch ohne eine extrem rechte Partei zu einer Diktatur umgebaut werden, zeigen die USA unter Trump. Wie sieht es in Deutschland aus? Wo beginnt „Faschisierung“ – und was können wir dagegen tun?

Vanessa Thompson ist Professorin, Soziologin, Feministin und forscht zu Rassismus und Polizeigewalt. Sie untersucht, wie Rassismus, Armut und staatliche Gewalt zusammenhängen.

Klaus Dörre war Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Uni Jena. Er forscht zu Arbeitsverhältnissen, sozialer Unsicherheit und dem Zusammenhang von gesellschaftlicher Spaltung und Rechtspopulismus.

Margit Mayer war Professorin für Politikwissenschaft und forscht zu Stadtpolitik, sozialen Bewegungen und den politischen Entwicklungen in den USA. Sie untersucht u.a., wie sich Rechtsruck, autoritäre Tendenzen und Formen der Faschisierung in den USA herausbilden und welche Rolle die Demokratische Partei, US-Linke und Bewegungen spielen.

Moderation: Thomas Goes

Der Kapitalismus verändert sich. Statt einer sozial-ökologischen Transformation setzen Regierungen auf Aufrüstung und geopolitische Machtpolitik. „Bürokratieabbau“ meint oft demokratische Rechte. Wie hängen Krieg, Aufrüstung und geopolitische Konflikte mit ökonomischen Interessen zusammen? Was heißt das für linke Politik?. Welche Spielräume gibt es für soziale Sicherheit, demokratische Alternativen und Klimagerechtigkeit? Und: Wie kann ein sozialistisches Zukunftsprojekt aussehen, das Frieden, ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit verbindet?

Isabella Weber ist Ökonomin und Professorin für Volkswirtschaftslehre. Sie forscht zu globalem Kapitalismus, Industriepolitik und Inflation sowie zur Rolle staatlicher Eingriffe für soziale Sicherheit und gerechte Transformation.

Alex Demirović ist Politikwissenschaftler und Gesellschaftstheoretiker. Er arbeitet zu kritischer Staats- und Kapitalismusanalyse, autoritären Entwicklungen und linken Strategien für demokratische Transformation.

Harald Wolf ist Wirtschaftspolitiker der Linken und ehemaliger Berliner Wirtschaftssenator. Er bringt Erfahrungen aus der Regierungsarbeit mit, arbeitet zu öffentlicher Daseinsvorsorge, internationaler politischer Ökonomie und geopolitischen Konflikten sowie deren Bedeutung für progressive Wirtschaftspolitik.

Moderation: Lena Saniye Güngör