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Zehn Monate mit Marx & Co.

Am 8. Februar 2019 beginnt mit einem Wochenendseminar der sechste, etwa zehn Monate dauernde Grundlagenkurs Die LINKE 1.7. Eine Kombination aus internetbasiertem Lernen auf einer eigens dafür eingerichteten Plattform und vier Wochenendseminaren.

Wie lernt man in diesem Kurs?

Zunächst einmal lernt man selbständig und je nachdem, wann Zeit ist. Für das Studium der Lerntexte und Zusatzmaterialien, die Teilnahme an Telefonkonferenzen und Blogdiskussionen sowie die Beantwortung von Arbeitsfragen muss wöchentlich mit etwa sechs Stunden gerechnet werden. Dazu kommen vier verbindliche Wochenendseminare in Schöneiche bei Berlin, die von Freitagabend bis Sonntagmittag dauern.

Was wird gelernt?

Wir haben drei thematische Blöcke entwickelt, die sich vor allem daran orientieren, was man von unserer heutigen Gesellschaft wissen muss, um sie verändern zu können. Das Angebot in digitaler Form hat es uns erleichtert, diesen Kurs vor jedem neuen Durchlauf auf Grund der gemachten Erfahrungen zu verbessern. Das gilt auch für den jetzt folgenden Kurs, der deutlich verbessert wurde und auch während der Durchführung weiter verändert wird, wenn es notwendig sein sollte.

Themenkomplexe

Wir beginnen mit der Frage nach den theoretischen Grundlagen unseres Kurses und unserer Vorstellung von einer am Marxismus orientierten Wissenschaft, um uns dann der alten Frage nach dem "Wesen des Menschen" und seinem Verhältnis zur Natur zu widmen. Anschließend geht es um die verschiedenen Entwicklungsstufen menschlicher Gemeinschaften und Gesellschaften bis hin zur Geburtsstunde des Kapitalismus. Daraus entsteht die Frage nach den Ursachen und Formen geschichtlich entwickelter Unterdrückungsverhältnisse, wobei wir nicht nur die Klassen-, sondern auch Geschlechterverhältnisse betrachten.

Der nächste Abschnitt wendet sich der Frage nach den Formen gesellschaftlichen Wandels zu, betrachtet dabei das Verhältnis zwischen materiellen Bedingungen und geistigem Leben und das Verhältnis zwischen Reform und Revolution. Zum Schluss geht es ganz allgemein um das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, ganz konkret aber um die Ursachen und Formen neoliberaler Individualisierung.

Alle reden von Sozialismus, Kommunismus, Bolschewismus, Stalinismus oder Anarchismus. Mehr noch von Demokratie, sozialer Marktwirtschaft oder neuerdings vom Neoliberalismus. Wir glauben nicht, dass diese Begriffe wie in einem Lexikon erklärt werden können. Politische Theorien lassen sich nur verstehen, wenn man weiß, aus welchen Bewegungen sie entstanden sind, wenn man folglich ihre Geschichte und materiellen Entstehungsbedingungen kennt. Trotzdem ist das kein Geschichtskurs und erst recht geht es nicht um die Geschichte der großen Persönlichkeiten.

Doch fehlt es nicht an vielen zusätzlichen Zeitdokumenten, Filmen und Tonaufnahmen.

Wir beginnen mit dem Entstehen der Aufklärung, der Großen Französischen Revolution, der Arbeiterbewegung, den zahlreichen kleineren Revolution und kommen schließlich zur Oktoberrevolution, dem Stalinismus und zum Faschismus. Über die weltweiten linken Bewegungen und Revolutionen der Nachkriegszeit geht es dann zum Ende des sozialstaatlichen Kompromisses und zur Durchsetzung des Neoliberalismus und seines Gesellschafts- und Staatsverständnisses.

Wer wollte nicht schon immer mal das Kapital lesen oder ist daran gescheitert. Deshalb machen wir nicht den soundsovielten Kapitalkurs, sondern zeigen zunächst einmal, wozu ökonomisches Wissen nützlich ist und versuchen dann, die grundlegenden Definitionen und Gesetzmäßigkeiten von Marx höchst aktueller Kapitalismusanalyse zu erklären. Nicht um sie auswendig zu lernen, sondern um sie praktisch, das heißt auf das aktuelle, wirtschaftliche Geschehen, anzuwenden.

Dass wir den Kapitalismus kritisieren, ist klar. Wir sollten ihn dazu aber auch verstehen. Das ist kein leichter Stoff, zumal man nicht nur viel Neues lernt, sondern auch umlernen muss. Am Ende sollte jede und jeder in der Lage sein, Wirtschaftsnachrichten anders zu lesen, aber auch anders darüber zu diskutieren. Dass man dies auch wirklich kann, dafür sorgen verständliche Texte und Schaubilder.

Wer kann teilnehmen?

Wir möchten vor allem aktive Genossinnen und Genossen gewinnen, die Verantwortung in der Partei übernehmen wollen, großes Interesse an inhaltlichen Debatten haben und seit mindestens einem Jahr aktives Mitglied sind. Wer später vor Ort selbst Bildungsarbeit machen möchte, ist uns besonders willkommen. Neben dieser Erwartung gibt es für die Teilnahme keine andere Voraussetzung als Interesse an Erkenntnis der Welt, Lernbereitschaft und allgemeine politische Grundkenntnisse. Ein früheres Studium ist keine Voraussetzung, schadet aber auch nicht. Im Übrigen sehen wir es gerne, wenn die Bewerbung von einem Landes- oder Kreisvorstand befürwortet wird.

Wann geht es los und wo anmelden?

Der Kurs beginnt am 8. Februar 2019 mit einem Wochenendseminar in Schöneiche bei Berlin und endet im gleichen Jahr am 2. Dezember. Bewerbungsschluss ist am 15. Dezember 2018. Der Fragebogen, den Ihr erhalten habt, muss ebenfalls am 15. Dezember ausgefüllt vorliegen. Die Entscheidung über die Teilnehmenden fällt am 8. Januar 2019. Kurz darauf werden die Zu- bzw. Absagen versendet.

Termine der Wochenendseminare

  • 8. bis 10. Februar 2019: Eröffnungsseminar
  • 3. bis 5. Mai 2019: WE-Seminar Mensch und Gesellschaft
  • 9. bis 11. Ausgust 2019: WE-Seminar Politische Theorien / Einführung in die Politische Ökonomie
  • 30. November bis 2. Dezember 2019: Abschluss-Seminar

Anmeldung und Fragebogen

bitte an: Annegret Gabelin, Bereich Politische Bildung

polbil@die-linke.de

Kontakt

Sophie Dieckmann
Leiterin des Bereichs Politische Bildung (ab 1. Januar 2019)
sophie.dieckmann@die-linke.de

Harald Werner
Bildungsbeauftragter des Parteivorstandes
harald-werner-berlin@t-online.de

Hartmut Obens
Administrator der Lernplattform
HObens@t-online.de