SeniorInnenpolitik kein altes Eisen

Ergebnisse der Diskussionen mit der BAG Seniorinnen und Senioren der LINKEN

Von Martin Schirdewan, Mitglied PV der LINKEN

Bekenntnisse zur Verbesserung der Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren erklingen insbesondere vor Wahlkämpfen häufig laut hörbar. Danach sind sie kaum vernehmbar. Zu Unrecht. SeniorInnenpolitik ist vielleicht kein sich auf der politischen Agenda bislang in den Vordergrund drängendes Politikfeld. Aber angesichts der demographischen, aber auch der sozialen Entwicklung der Gesellschaft ist es kein altes Eisen, sondern ganz im Gegenteil eine drängende Aufgabe insbesondere für linke Politik.

DIE LINKE und ihre quicklebendige Bundesarbeitsgemeinschaft SeniorInnenpolitik sowie die ebenso emsigen Landesarbeitsgemeinschaften haben mit den "Seniorenpolitischen Standpunkten" ein Konzept, das auf die tagtägliche Aktualität von kluger und strategischer Seniorinnenpolitik verweist.

In meinen Diskussionen mit der BAG SeniorInnenpolitik konnte ich mich davon überzeugen, wie sehr die konkreten Lebensbedingungen vor Ort, in den Kommunen und Städten, die Qualität des Lebens im Alter beeinflussen. An dieser Stelle, wo Leben real gelebt wird, muss die Veränderung erfolgen hin zu:

  • einer neuen Kultur des Alters. Ein Leben in Würde, selbstbestimmt und ohne jegliche Diskriminierung ist das Ziel.
  • Dafür müssen alle erforderlichen Bedingungen für eine umfassende, den Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechende Teilhabe in der Arbeitswelt, im Bildungsbereich, in der Politik, im kulturellen sowie im sportlichen Bereich - kurz: in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens - geschaffen werden.
  • Dazu zählen: eine armutssichere, den Lebensstandard schützende Rente, eine entsprechende Gesundheitsversorgung und -vorsorge bis hin zu Betreuung und Pflege, ein den Bedürfnissen und Erfordernissen entsprechender Wohnraum und Mieterschutz.

Die Lebenserwartung der Gesellschaft steigt, unsere Menschen werden älter. Und das ist auch gut so! Jetzt ist es an uns, den demographischen Entwicklungen mit klugen politischen Konzepten zu begegnen, die unserem Anspruch an eine sozialere Gesellschaft gerecht werden. Dies gilt insbesondere für die verschiedenen Bereiche der Sozialpolitik. Dies gilt aber auch für die verschiedenen Ebenen der Politikgestaltung. Von der Kommune bis hin zur EU heißt es für DIE LINKE, um Teilhabe, Inklusion, den Abbau von altersbedingten Diskriminierungen und für ein zukunftsfähiges altersgerechtes Lebensumfeld zu kämpfen.

Zurück zur Übersicht