Beschluss 2020/143

Unterstützung des Aufrufs "Solidarität statt Schulterschluss mit Nazis"

Beschluss des Geschäftsführenden Parteivorstandes vom 24. August 2020

DIE LINKE unterstützt den gemeinsamen Aufruf gegen erneuten Marsch von "Querdenken" und Nazis am Samstag, den 29. August 2020, in Berlin.

Gemeinsamer Aufruf

Proteste:    

  • Samstag, den 29. August 2020, ab 9.30 Uhr: Dauerkundgebung am Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma im Simsonweg (Nähe Brandenburger Tor)
  • weitere Orte und Zeiten werden hier laufend aktualisiert

Wie schon am ersten Augustwochenende mobilisiert "Querdenken“ am Samstag, den 29. August 2020, erneut nach Berlin, und diesmal sogar europaweit.

Am 29. August 2020 wollen noch mehr Anhängerinnen und Anhänger von Verschwörungserzählungen, Rassistinnen und Rassisten, Islamfeindinnen und Islamfeinde, Antisemitinnen und Antisemiten, Holocaustleugnerinnen und Holocaustleugner sowie extreme Rechte von AfD, NPD bis hin zu Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern, III. Weg und Nazihools nach Berlin kommen und die Gelegenheit eines ungeahnt großen Publikums nutzen. Das nicht genug, handeln sie ohne Rücksicht auf Gefährdete – die Vergangenheit zeigt häufig große Menschenansammlungen ohne Abstand und Masken.

Auch wenn nicht alle Demonstrantinnen und Demonstranten Nazis sind: Hier erscheint das Potential einer neuen Pegida-ähnlichen Straßenbewegung. Dem ist entschieden entgegenzutreten.

Schon am 1. August haben einige von uns Proteste entlang der rechtsoffenen Aufzugstrecke und am nahegelegenen Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma organisiert. Lasst uns am 29. August mehr, sichtbar und frech sein, um einen entschlossenen Gegenpol zu schaffen! 

Wir wollen nicht zulassen, dass Nazis unwidersprochen im Zentrum Berlins marschieren und rufen dazu auf, sich uns anzuschließen:

  • Kommt zu den Protesten, bringt Trillerpfeifen, Fahnen, Schilder und Transparente mit.
  • Malt Transparente oder Plakate, bemalt eure Regenschirme z.B. mit “Abstand halten! Gegen Rechts!”, “Kein Pakt mit Nazis!”, “Abschirmen gegen Rechts!” oder "Ihr marschiert mit Nazis und Rassisten“. Hängt sie stadtweit ins bzw. aus dem Fenster oder bringt sie mit zu den Protesten.
  • Informiert Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen sowie Bekannte über die rechten Umtriebe und ladet sie ein, ebenfalls gegen die rechtsoffenen Demos Position zu beziehen.
  • Verweigert den Anreisenden Unterkunft und beschwert euch bei Hotels und Busgesellschaften.
  • Widersprecht den Lügner*innen und ihrer Verharmlosung der Pandemie!

Ein Hinweis: Wir verhalten uns solidarisch. Bringt also bitte Masken mit und achtet auf Abstand!

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