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Freitag, 29. Mai 2020

Jetzt erst recht: Die Frühlingsakademie geht online, denn das Klima kann nicht warten. Wir werden viele der Veranstaltungen von der Wiese an den Bildschirm verlegen. Keine einfache Entscheidung. Uns ist bewusst, dass die virtuelle Welt die magische Atmosphäre am Werbellinsee nicht ersetzen kann, aber wir sind überzeugt: Politische Bildung zu drängenden Themen ist wichtiger denn je.

Die Frühlingsakademie findet daher als Webinar-Reihe statt: Zwischen Ende Mai und Ende Juni wird es an zahlreichen Abenden spannende Bildungsangebote in unterschiedlichen Online-Formaten geben: Vortrag, interaktives Seminar, Streitgespräch, moderierte Kleingruppen. Lasst euch überraschen!

Die inhaltliche Klammer der Veranstaltungen bleibt die globale Klimakrise, welche die Menschheit vor Herausforderungen stellt, angesichts derer Corona uns wie ein kleiner Trainingslauf erscheinen wird.

 
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Die Quadratur des Erdballs: Grenzenloses Wachstum und planetarische Grenzen – die Postwachstums-Debatte

Mit Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Montag, 4. Juni 2020, 19.30 bis 21.30 Uhr

Das Klima auf dem Planeten erhitzt sich und wird, so wir keine anderen Weichenstellungen vornehmen, unser Leben ganz fundamental zum Schlechteren verändern. Gleichzeitig schreitet der Ressourcenverbrauch unendlich voran. Das kapitalistische Wirtschaftsmodell scheint gänzlich ungeeignet eine ökologisch nachhaltige Produktion zu gewährleisten und den Planeten zu schonen. Gleichzeitig werden auch soziale Probleme, die der Kapitalismus hervorruft, nicht angegangen – trotz langer Perioden des Wachstums. Deshalb plädieren manche für eine Postwachstumsgesellschaft, die die Wirtschaft sozial und ökologisch gestalten und Wohlstand von kapitalistischem Wachstum entkoppeln soll. Das Ziel ist ein gutes Leben für alle bei Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der Produktion. Doch wie soll das gelingen? Welche Überlegungen und Konzepte stecken hinter dem schillernden Begriff „Postwachstumsgesellschaft“? Das wollen wir in diesem Webinar herausfinden.

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Klimaflucht. Fakten und Analysen zu Klimakrise und globaler Migration

Online-Seminar mit Fabian Georgi (Uni Marburg, Politikwissenschaftler)

Mittwoch, 10. Juni 2020, 19.30 bis 21.30 Uhr

Die Klimakrise sowie zahlreiche weitere Prozesse ökologischer Zerstörung konfrontieren die Menschheit heute mit Gefahren, die in ihrer bisherigen Geschichte ohne Gleichen sind. Obwohl die existenzielle Bedrohung menschlichen wie nicht-menschlichen Lebens weithin bekannt und wissenschaftlich belegt ist, werden tatsächlich angemessene Maßnahmen nicht ergriffen. Ein sozial-ökologisches Umsteuern politisch durchzusetzen, ist deshalb so schwierig, weil es dem Wachstumszwang der kapitalistischen Re-/Produktionsweise und unserer ‚imperialen Lebensweise‘ widersprechen würde.

Klimaflucht und Klimamigration sind zentrale Felder, auf denen über Reaktionen auf die ökologische Krisen gerungen wird. Nicht nur sind Bewegungen der Klimamobilität als Strategien zu verstehen, mit denen vor allem Angehörige der globalen Arbeiter*innenklasse versuchen, ihr Leben angesichts ökologischer und anderer Krisenprozesse zu sichern und zu verbessern; auch das Ob und Wie der politischen Regulation solcher Mobilität ist in Deutschland, Europa und weltweit nicht zuletzt innerhalb der globalen Linken heftigst umkämpft.

Im Mittelpunkt dieser digitalen Veranstaltungen stehen aus linker Sicht drängende Fragen: Welche Prognosen und Einschätzungen gibt es zu Klimaflucht heute und zukünftig, und wie sind die wissenschaftlichen Kontroversen hierüber zu bewerten? Wie werden die politisch-staatlichen Reaktion auf Klimaflucht (Stichwort Migrationsmanagement) in der kritischen Wissenschaft und progressiver Bewegungen analysiert? Und vielleicht am wichtigsten: Mit welchen Positionen, Strategien und Richtungsforderungen sollten linke Akteure sich dem drohenden Festungskapitalismus entgegenstellen? Wie ließen sich solche Strategien mit anderen Projekten einer sozialistisch-ökologischen Transformation kombinieren?

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Online-Austauschtreffen: Wie die linke Verkehrswende durchsetzen?

Sabine Leidig (MdB DIE LINKE), Knut-Sören Steinkopf (ver.di-Gewerkschaftssekretär Bundesfachbereich Verkehr, Organzing und Kampagnen)

Donnerstag, 11. Juni 2020, 19.00 Uhr

Verkehr betrifft uns alle. Während immer mehr und immer größere Autos unsere Städte verstopfen sieht es beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) teilweise dramatisch aus. Veraltete Flotten, mangelnder Anschluss im ländlichen Raum und schlechte Bedingungen für die Beschäftigten. Viele Menschen mit niedrigem Einkommen sind allerdings auf gut ausgebauten und bezahlbaren ÖPNV angewiesen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird die Stärkung des ÖPNV zur Reduzierung der CO2-Emmissionen nochmal drängender. Dieses Jahr stehen bundesweit Tarifauseinandersetzungen in den Verkehrsbetrieben an. Neue unerwartete Bündnisse von Klimabewegung und Gewerkschaften zeichnen sich ab. DIE LINKE muss Teil davon sein, wenn es um die Durchsetzung von Interessen der Beschäftigten und Klimagerechtigkeit geht.

In dem Online Austauschtreffen wollen wir festhalten, was Forderungen für eine linke Verkehrswende sind und wie wir vor Ort aktiv werden können. Dazu haben wir Sabine Leidig (MdB DIE LINKE) eingeladen und Knut-Sören Steinkopf (ver.di), der uns ein Einblick in die anstehende Tarifauseinandersetzung geben wird und wie die Kampagne dazu aussieht. Anschließend wollen wir uns über Aktivitäten vor Ort austauschen.

Die Veranstaltung wird online als Videokonferenz mit BigBlueButton stattfinden. Eine Teilnahme mit Telefon ist möglich. Um Anmeldung bis zum 8. Juni wird gebeten. Link und Telefonnummer für die Teilnahme werden rechtzeitig zugeschickt. Für Rückfragen: christoph.barta@die-linke.de

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Nach der Klimakrise - wie sieht eine ökologische, solidarische Gesellschaft der Zukunft aus?

Webinar mit Clara Mayer (Fridays for Future) und Nadja Charaby (Referentin für Klimapolitik in der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Freitag, 12. Juni 2020, 17.30 bis 19.30 Uhr

Die Welt ist im Krisenmodus. Flugzeuge bleiben auf dem Boden, die Straßen sind leer, für eine Weile stand die Autoproduktion still und die CO2-Emissionen sind auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Doch ist die Krise wirklich eine Chance, auf die weit dramatischere Klimakrise, die sich vor unseren Augen abspielt, hinzuweisen? Was müssen wir jetzt tun, um in letzter Sekunde noch die Weichen umzustellen und zu einer solidarischen, sozial- und klimagerechten Welt zu kommen? Wen brauchen wir dafür? Und wie wollen wir dann zusammenleben?

Um am Webinar teilzunehmen, einfach hier klicken: zoom.us/j/95849128789

 

Neben uns die Sintflut? Solidarisches Streitgespräch zum Konzept der Imperialen Lebensweise

Online-Seminar mit Stefanie Hürtgen (Uni Salzburg; arbeitet zur Transformation von Produktion und Arbeit) und Markus Wissen (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin; arbeitet zu gesellschaftlichen Naturverhältnissen)

Montag, 16. Juni 2020, 19.30 bis 21.30 Uhr

Wie die Ausbeutung von Mensch und Natur im Globalen Süden durch die Muster von Produktion und Konsum im Globalen Norden bedingt ist, beschreibt das Konzept der Imperialen Lebensweise. Es wurde breit rezipiert und inspiriert kritische Forschung, Aktivismus und Bildung zu sozial-ökologischer Transformation. Doch gibt es "den" Norden und "den" Süden überhaupt? Wie steht es um Widersprüche und Ungleichheiten innerhalb der Gesellschaften? Wer leidet, wer profitiert? Wie ist Veränderung möglich im Spannungsfeld zwischen individuellen Entscheidungen, politischen Rahmenbedingungen und ökonomischen Strukturen? Und wie lassen sich auf beiden Hälften des Globus Mehrheiten gewinnen für die Überwindung dieser sozial wie ökologisch verheerenden Produktions- und Lebensweise?

Um am Webinar teilzunehmen, einfach hier klicken: zoom.us/j/99654413076

 

Enteignung, Vergesellschaftung, Rekommunalisierung - Politik in die eigenen Hände nehmen

Online-Seminar mit Andreas Fisahn (Uni Bielefeld) und Paul Prengel (Berliner Energietisch)

Donnerstag, 18. Juni 2020, 19.30 bis 21.30 Uhr

Dass Privateigentum und Markt auf die drängenden Herausforderungen durch Klimakrise und soziale Polarisierung keine brauchbaren Antworten liefern, wird spätestens mit der Corona-Pandemie überdeutlich. Doch das Öffentliche ist bedroht, Planung gilt als verdächtig. Unbeirrt von herrschenden Diskursen fragen wir: Inwiefern sind Enteignung, Vergesellschaftung und Rekommunalisierung sinnvolle Instrumente, um politische Gestaltungsmacht (zurück) zu erlangen? Welche verfassungsrechtlichen und gesellschaftstheoretischen Aspekte sind relevant? Wie kann das praktisch aussehen? Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Kämpfen um Eigentum gewinnen?

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"Just transition" konkret: Konversion in der Automobilindustrie

Mit Lia Becker (Referentin bei Bernd Riexinger), Martin Günther (DIE LINKE Brandenburg) und Susanne Steinborn (Mitarbeiterin Bereich Strategie und Grundsatzfragen)

Montag, 22. Juni 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr

Die Autoindustrie steht vor einem großen Umbruch. Der Klimawandel, technologische Innovationen und andere Konsummuster stellen die Autokonzerne und ihre Beschäftigten vor neue Herausforderungen. Zwar ist die Automobilindustrie das Flaggschiff der deutschen Exportwirtschaft. Aber mit der Klimakatastrophe vor Augen, stellt sich die Frage, wie diese Industrie umgebaut – und gegebenenfalls geschrumpft – werden muss. Wie kann DIE LINKE auf diesem entscheidenden Feld agieren? Welche Konzepte und Vorhaben kann sie in Anschlag bringen, um die Wirtschaft klimafreundlich umzubauen, ohne gleichzeitig die Existenzen hunderttausender Arbeiter aufs Spiel zu setzen? Das Webinar soll sich genau diesen Fragen widmen.

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Weniger ist mehr? Konsumkritik und Kritik der Konsumkritik

Online-Seminar mit Frauke Banse (Autorin der Broschüre "Guter Kunde, böser Kunde")

Dienstag, 23. Juni 2020, 19.30 bis 21.30 Uhr

Konsumentinnen und Konsumenten haben die Macht, die Welt zu verändern. Beim Einkaufen können sie darüber abstimmen, was, wie, wieviel und wo produziert wird. "Ethischer Konsum" sendet Signale an die Unternehmen: Wer die Umwelt über Gebühr belastet, seine Arbeiter*innen ausbeutet oder gesundheitsgefährdende Ware herstellt, muss umdenken – oder fliegt aus dem Markt. Aber stimmt das wirklich? Was bringen individuelle Kaufentscheidungen, gibt es ein "richtiges Konsumieren im falschen"? Oder zeigt das Plädoyer für verantwortungsvollen Konsum lediglich, dass das Kapital nun auch noch unsere Werte zu Geld machen kann? Anhand beliebter Behauptungen beleuchten wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

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