VW Bilanz 2016: Nullrunde für den Vorstand

Der Umsatz der VW-Gruppe stieg 2016 um knapp 2 Prozent auf 217,3 Milliarden Euro, unterm Strich betrug der Gewinn 5,1 Milliarden Euro. "Ein VW-Zukunftspakt darf nur einer einzigen Richtschnur folgen: Kein Arbeitsplatz wird vernichtet", erklärt Bernd Riexinger, der Vorsitzende der Partei DIE LINKE mit Blick auf die heute veröffentlichte Bilanz des Volkswagen-Konzerns für das Jahr 2016.

Riexinger weiter: "Sämtliche Kosten für Gerichtsverfahren oder Werbemaßnahmen müssen dem Vorstand in Rechnung gestellt werden und nicht den Beschäftigten. Da trifft es sich gut, dass der VW-Vorstand trotz bescheidener Gehaltsminderungen weiterhin europaweit mit die fettesten Prämien, Boni und Gehälter einstreicht. Wenn sämtliche Vorstandsmitglieder eine Nullrunde einlegen und ihre Gehälter auf das Zwanzigfache des durchschnittlich gezahlten Gehalts bei VW beschränken, wäre das ein guter Schritt für die Zukunft des Konzerns.

Der so genannte Abgas-Betrug betrifft nicht nur Volkswagen, sondern ist ein ausgewachsener Politikskandal. Bundesverkehrsminister Dobrindt und der niedersächsische Ministerpräsident Weil sind keinen Deut besser als die VW-Bosse. Die Verantwortung für die organisierte Kriminalität liegt nicht bei den Beschäftigten, sondern bei Politikern, die seit Jahren ein zärtliches Verhältnis zur Automobilindustrie unterhalten."