Katja Kipping

Soziale Ungleichheit ist Wurzel vieler Übel

Zum Welttag für soziale Gerechtigkeit am morgigen 20. Februar erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Die 62 reichsten Menschen der Welt besitzen die gleiche Menge an Nettovermögen, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - immerhin 3,6 Milliarden Menschen. In Deutschland besitzt die untere Hälfte der Haushalte gerade noch 1 (EIN) Prozent des gesamten Nettovermögens. Dieser Fehlentwicklung muss dringend Einhalt geboten werden! Massive soziale Ungleichheit verhindert die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Reichtum, verhindert die freie Entfaltung und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bei der Proklamation des seit 2009 begangenen Welttages der sozialen Gerechtigkeit erklärten die Vereinten Nationen, dass soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für Frieden und Sicherheit unerlässlich ist. Der Kampf für soziale Gerechtigkeit ist damit auch ein Kampf gegen die Tendenzen des Gegeneinanders in unserer Gesellschaft, des Ausspielens von Armen gegen Ärmere und gegen menschenverachtende Ideologien.

Soziale Gerechtigkeit heißt für uns: Mindestlohn und Mindestrente, eine sanktionsfreie Mindestsicherung, denn unter 1050 Euro droht Armut, eine Stärkung des Öffentlichen für freien Zugang aller zu öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen sowie eine Bürgerversicherung. Das sind Mindeststandards einer Gesellschaft, die sozial gerecht ist.

Dafür streiten wir - in Deutschland, Europa und für alle Menschen weltweit.