Matthias Höhn

Freiheit von Not und Furcht

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen verabschiedet. Seit 1950 ist dieser Tag offizieller, weltweiter Gedenktag. Zum morgigen 65. Internationalen Tag der Menschenrechte erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Matthias Höhn:

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist – auch ohne verbindliches Völkerrecht zu sein – das vermutlich wichtigste Dokument, auf das sich Staaten im leidvollen 20. Jahrhundert einigen konnten. Ihre Entstehung resultiert direkt aus den Schrecken und der Gräuel des Zweiten Weltkrieges.

Die verbrieften bürgerlichen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte sind keine Rechte, die man sich verdienen muss. Alle Menschen haben das Recht auf ein Leben "in Freiheit von Furcht und Not", so steht es in der Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Flucht, Krieg, Armut, Menschenrechtsverletzungen wie Folter und jede Form von Ausgrenzung, die wir jetzt, 67 Jahre nach der Unterzeichnung, unvermindert und gar verstärkt erleben müssen, sind nicht mit den Menschenrechten vereinbar. Wir sind gefordert, vom Kampf gegen soziale Ausgrenzung über den Kampf gegen den Krieg bis zur menschenwürdigen Hilfe für Flüchtlinge alles zu tun, um das Papier und den Text von 1948 mit Leben zu füllen.

Der 10. Dezember ist deshalb Anlass, sich mit der weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte ernsthaft auseinanderzusetzen.