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DISPUT

Maria, was ist für Dich links?

Maria Bischof ist Mitglied im Bezirksvorstand der LINKEN in Friedrichshain-Kreuzberg

Maria, was ist für Dich links?
Das Streben nach einer gerechteren Gesellschaft durch Realpolitik umzusetzen. Durch das praktische Angehen der großen sozialen Frage unserer Zeit – bezahlbares Wohnen. Oder durch offene Migrationspolitik und durch ein konsequentes »Nein« zu Krieg und Waffenexporten. Links sein heißt auch immer, sich Faschisten und Rassisten in den Weg zu stellen.

Was hat Dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Die Einfälle unseres Gesundheitsministers. Seine Idee, dass alle Bürger Organspender sein sollen, es sei denn, sie widersprechen in ihrem Organspendeausweis, fand ich sogar radikal gut. Andere Vorschläge, wie die höheren Sozialabgaben für Kinderlose, halte ich für hochgradig absurd. Manchmal weiß man im konservativ-rechten Parteienspektrum nicht mehr, ob man es mit Satire oder tragischem Ernst zu tun hat.

Was regt Dich auf?
Die permanente Beschäftigung der GroKo mit sich selbst, täglich zu Hunderttausenden geschredderte Küken, die Verdrängung von Menschen mit niedrigem Einkommen durch Gentrifizierung, die bloße Existenz der AfD und ihre Wahlergebnisse, das Wetter …

Wovon träumst Du?
Ich träume davon, dass meine Freunde, die in der Pflege arbeiten, angemessen bezahlt werden und einmal von ihrer Rente leben können. Davon, dass meine alleinerziehenden Freundinnen und ihre Kinder nicht mehr unter der Armutsgrenze leben müssen.

Wovor hast Du Angst?
Ich habe Angst davor, dass durch den Rechtsruck viele unserer freiheitlichen und demokratischen Errungenschaften, wie etwa die Ehe für alle und Aspekte der Gleichberechtigung, rückgängig gemacht werden. Ich weiß nicht, ob ich in so einem Deutschland noch leben wollen würde.

Wenn Du Parteivorsitzende wärst …
… würde ich darauf achten, dass andere Parteien uns nicht die klassischen linken Themen wegnehmen. Auch auf dem Gebiet Netzpolitik könnten wir uns noch sicherer zeigen.

 

 

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