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DISPUT

Pflege in Bewegung

Am 12. Mai startete die Kampagne »Menschen vor Profi te: Pfl egenotstand stoppen!«

Von Lisa Martin

Seit Jahren herrscht Notstand in der Pflege. Mindestens 100.000 Pflegekräfte in Krankenhäusern sowie weitere 40.000 in der Altenpflege fehlen, um eine menschenwürdige Versorgung zu gewährleisten. Bisher hat die Regierung mit ihrer Gesundheitspolitik die Augen davor verschlossen, dass viele Pflegekräfte am Ende ihrer Kräfte sind und Angehörige von Pflegenden sich oft allein gelassen fühlen.

Trotz der prekären Lage in der Pflege scheint die Bundesregierung wenig interessiert daran zu sein, ernsthaft dagegen vorzugehen. Das zeigt beispielsweise die Schaffung von gerade einmal 8.000 neuen Stellen in der Altenpflege. Ein Witz, denn hochgerechnet bedeutet das weniger als eine zusätzliche Pflegekraft pro Einrichtung.

Um tatsächlich etwas zu verändern, organisieren sich immer mehr Beschäftigte aus der Pflege. Sie protestieren gegen die bestehende Politik der Regierung. Diesen Widerstand unterstützt DIE LINKE und hat am 12. Mai 2018, dem Tag der Pflege, ihre Kampagne »Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!« gestartet.

Für einen tollen Auftakt der Kampagne sorgten ungefähr 200 aktive Kreisverbände. Von Infoständen über Pflegestammtischen bis hin zu Steckaktionen, organisierten sie an die 350 Aktionen. Durch das große Engagement zum Start der Kampagne ist die erste Auflage des Kampagnenmaterials bereits komplett vergriffen.

Zusätzlich zu den lokalen Veranstaltungen haben bisher mehrere tausend Menschen die Online-Unterschriftensammlung unterzeichnet. 350 von ihnen forderten Material an, um noch mehr Menschen auf unsere Kampagne aufmerksam zu machen.

Zur Vorbereitung auf den Kampagnenstart am Tag der Pflege war DIE LINKE mit der Langen Nacht der Pflege unterwegs. An wichtigen Orten der Politik sowie der Pflege in Berlin projizierten wir das Bildmotiv der Kampagne. Einen unübersehbaren Eindruck für vorbeikommende Bürgerinnen und Bürger hinterließ die Aktion unter anderem an der Fassade des Reichstages sowie an den Wänden des Gesundheitsministeriums.

Auch auf dem Bundesparteitag fanden Aktionen rund um unsere Kampagne statt. Während samstags eine lebhafte und konstruktive Debatte über Verbesserungen in der Pflege stattfand, brachten die Delegierten im Lauf des gesamten Parteitags ihre Unterstützung durch das Hochhalten von Schildern zum Ausdruck.

Gemeinsam für die Pflege

Die zweite Kampagnenphase wurde in der Woche vom 11. bis zum 17. Juni mit einer Aktion gegen Krankenhausschließungen und Ärztemangel eingeleitet. Im Fokus standen dabei unter anderem die Forderung der LINKEN nach der Abschaffung des Fallpauschalen-Systems sowie die flächendeckende Versorgung von Krankenhäusern in ländlichen Regionen.

Ein weiterer wichtiger Termin ist die »Linke Woche der Zukunft«. Im Rahmen der Veranstaltung, die vom 13. bis 16. September in Berlin stattfindet, wird es ebenfalls Aktionen zu unseren Kampagnen geben. So planen wir neben einem Vernetzungstreffen unter anderem auch ein Pflegetribunal, welches der Theaterregisseur Volker Lösch inszeniert. Auf der Anklagebank: die Bundesregierung sowie private Krankenhauskonzerne, die verantwortlich sind für den Pflegenotstand.

Bis dahin heißt es allerdings, nicht locker lassen und gemeinsam weiterkämpfen. Wenn noch mehr Menschen, denen gute Pflege und eine flächendeckende Gesundheitsversorgung am Herzen liegen, unsere Kampagne unterstützen, ist es tatsächlich möglich, die bestehenden Verhältnisse zu verändern.

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