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DISPUT

Petra, was ist für dich gute Arbeit?

Petra, was ist für dich gute Arbeit?

Gute Arbeit bedeutet vor allem Anerkennung für die Leistung, die man erbringt. In Form eines Lohns, von dem man wirklich leben kann, und zwar nicht nur am Existenzminimum. Dass man auch mal in Urlaub fahren oder Essen oder ins Kino gehen kann. Dazu gehört, dass sich die Kolleginnen und Kollegen gut verstehen und der Chef oder die Chefin Verständnis hat – dass der Umgangston stimmt. Was ist für dich links? Wenn das Interesse der arbeitenden Bevölkerung gewahrt wird und die arbeitenden Menschen ernst genommen werden. Die politischen Entscheidungen müssen im Interesse der Lohnabhängigen getroffen werden.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?

Dass Martin Schulz nicht Außenminister wird. Dass er so unter Druck gesetzt worden ist.

Was regt dich auf?

Mich regt auf, dass du in unserem Land nicht krank werden darfst, wenn du wenig verdienst. Ich habe eine Kollegin, sie hat Brustkrebs und bekommt ein Krankengeld von 860 Euro im Monat. Sie muss erst einmal 226 Euro Eigenbeteiligung für die Fahrt zur Bestrahlung zahlen, bevor die Krankenkasse sie von der Zuzahlung befreit. Weil sie sich das nicht leisten kann, muss sie mit der Straßenbahn fahren. Die soziale Kälte und Ungerechtigkeit in diesem Land regen mich auf. Dass wenige Milliarden haben und Millionen nichts.

Wovon träumst du?

Dass sich die politische Situation so ändert, dass nicht mehr hunderttausende Menschen auf der Straße schlafen müssen und es keine Armut mehr gibt. Dann gibt es auch weniger Verbrechen. Ganz wichtig: Ich träume davon, dass es Frieden auf der Welt gibt.

Wann fühlst du dich gut?

Wenn die Sonne scheint und ich mit ganz lieben Menschen zusammen bin. Und wenn ich politisch und sozial etwas erreicht habe.

Wovor hast du Angst?

Vor dem Dritten Weltkrieg.

Wie lautet dein Lebensmotto?

Immer wieder aufstehen, immer wieder weitermachen.

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