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DISPUT

Kränze und Nelken

Anlässlich des 100. Todestags von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg kamen Tausende zu den Gräbern der beiden ermordeten Sozialisten

Einhundert Jahre nach Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch Freikorps-Soldaten gedachten am 13. Januar tausende Menschen der beiden Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands. Trotz des schlechten Wetters kamen mehr Besucherinnen und Besucher zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde als in den Jahren zuvor. Deutlichstes Indiz für den starken Zulauf: Schon um elf waren im Blumenladen an der Gedenkstätte die roten Nelken ausverkauft, wie die »Berliner Zeitung« meldete. Traditionell legen die Besucher der Gedenkstätte eine solche Nelke auf die dortigen Gräber. 

Zuvor hatten bereits führende Genossinnen und Genossen der LINKEN an der Kranzniederlegung zu Ehren von Karl und Rosa teilgenommen. Die beiden Vorsitzenden der LINKEN, Katja Kipping und Bernd Riexinger, an der Seite der Fraktionsvorsitzenden, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch. Auch der ehemalige Partei- und Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi kam als Präsident der Europäischen Linken zusammen mit der spanischen Kommunistin María Teresa Mola. Zuvor hatte Gysi im Deutschlandfunk mit Blick auf Liebknecht und Luxemburg betont: »Sie wären nie bereit gewesen, den Rechtsextremen entgegenzukommen, sondern sie hätten immer gesagt, wir müssen die Leute vom Gegenteil überzeugen.«

An der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration, die traditionell vom Frankfurter Tor im Berliner Stadtteil Friedrichshain zur Gedenkstätte der Sozialisten führt, beteiligten sich in diesem Jahr etwa 10.000 Menschen, darunter viele Mitglieder kleiner und kleinster kommunistischer Gruppen und Parteien. 

Wenige Tage später, am Abend des 15. Januar, dem eigentlichen Todestag der beiden, eröffnete in den Räumen der Bundesgeschäftsstelle der LINKEN eine Fotoausstellung, die bis zum 15. Februar Bilder aus dem Leben Lieb­knechts zeigt. Zu Ehren der stand­haften Revolutionäre wurden über­dimensionale Bilder der beiden an die Fassade des Karl-Liebknecht-Hauses projiziert – zusammen mit der bekannten Liedzeile »Erkämpft das Menschenrecht«.

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