Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz
Zum Hauptinhalt springen

Die Mitgliederzeitschrift über Aktionen und Fraktionen, über Infostände und Hartz-IV-Beratung. über »große« Politik und »kleine« Basisgruppe. Mit Berichten, Debatten, Porträts, Interviews und Reportagen aus dem politischen Alltag. Und einer einzigartigen Seite 48. 

Weiter kämpfen:

Frauen dürfen seit 100 Jahren wählen. Aber die Hälfte der Welt gehört ihnen noch immer nicht. Und die steht ihnen zu. Es muss noch viel geschehen. Weiterlesen

Verändern:

In etlichen afrikanischen Ländern gibt es Frauenquoten für Parlamente. In Deutschland nicht. Ein Paritätsgesetz könnte für mehr weibliche Abgeordnete sorgen. Weiterlesen

Selbst bestimmen:

Viele Beschäftigte wollen weniger arbeiten. So kann auch Haus- und Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen gerechter verteilt werden. Weiterlesen

DISPUT März 2018

Vor-gelesen

Der Koalitionsvertrag ist geschrieben. Die Neuauflage der Großen Koalition – die den Zusatz »groß« weder inhaltlich noch arithmetisch verdient — ist auf allen wesentlichen Politikfeldern eine Enttäuschung. Sie sorgt weder für mehr Gerechtigkeit, in dem sie endlich rückverteilt, was sich die Millionäre und Millionärinnen nach vier Jahrzehnten Neoliberalismus angeeignet haben, noch nimmt sie sich vor, die Klimaschutzziele zu erreichen oder Mieterinnen und Mieter vor Mietwucher schützen. Und während Union und SPD die eigenen Jobs als Minister und Ministerinnen gut verteilt haben, bleiben weiterhin Millionen Beschäftigte befristet. Aber vielleicht setzt die SPD-Basis dem ja ein Ende. Mehr zum Koalitionsvertrag auf Seite 4.

Nach der Bundestagswahl ist vor der Europawahl, die ihren Schatten voraus wirft. Der Präsident der Europäische Linken, Gregor Gysi, erinnert auf Seite 20 an die Pflicht der Linken in Europa, vereint für ein soziales Europa zu kämpfen. Ein Appell, der in Zeiten wachsenden Rechtsradikalismus‘ nicht überhört werden sollte. Heute ist es unvorstellbar, aber bis 1918 Jahren durften in Deutschland nur Männer wählen. Das und der Internationale Frauentag am 8. März sind Anlass für den feministischen Schwerpunkt in dieser Ausgabe, in der AutorInnen Bilanz ziehen und weitere Schritte für eine wirkliche Gleichstellung fordern. Hoffentlich braucht es keine weiteren 100 Jahre bis endlich die Berufe, in denen vornehmlich Frauen arbeiten, nicht mehr schlechter bezahlt werden.

Thomas Lohmeier ist Leiter des Bereichs Medien, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerdialog in der Bundesgeschäftsstelle der LINKEN in Berlin

Große Koalition
Jan Schlemermeyer

Soziale Ignoranz

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD zeigt: Die Bundesregierung geht lustlos in die Nachspielzeit

Die neue Regierung steht – es ist die alte. Neu sind einige Personalien, zum Beispiel Olaf Scholz für Finanzen und Horst Seehofer als Minister für Heimat, Bauen und Inneres. Davon ist wenig Gutes zu erwarten.

Der Koalitionsvertrag sieht auf 177 Seiten 105 Prüfaufträge und die Einrichtung von 15 Kommissionen vor – rekordverdächtig beim Vertagen und Vertrösten. Die Bürgerversicherung, die Abschaffung der sachgrundlosen Befristungen oder eine armutsfeste Rente wird es nicht geben. Dafür viele kleine Einzelmaßnahmen, oft ein Schritt vorwärts, zwei zurück. »Der GroKo 3 fehlt jede visionäre Substanz«, so die LINKEN-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger.

Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht
Katja Kipping

Kein Grund zum Zurücklehnen

Soziale Garantien als Demokratiepauschale. Warum rechtliche Gleichstellung soziale Gleichheit voraussetzt

Es klingt wie ein schlechter Scherz: »Nicht zum Falten der Wahlzettel sind die Hände der Frauen geschaffen, sondern dafür geküsst zu werden, ehrfurchtsvoll, geküsst, wenn es die Hände der Mutter sind, voll inniger Liebe, wenn es die der Ehefrauen und Verlobten sind: … bezaubern und Mutter sein, dafür ist die Frau geschaffen.« Diese Worte hat der französische Senator Alexandre Bérard bei einer Debatte ums Frauenwahlrecht zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Besten gegeben. Sie stehen exemplarisch für ein Argumentationsmuster, wonach die Beteiligung an der Politik der weiblichen Natur widerspreche. Mit dieser Auffassung stand er lange Zeit nicht allein.

Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht
Kersten Artus

8. März

Ein feministischer Feiertag würde Aktivistinnen würdigen, das Erreichte beklatschen und das Ausstehende anmahnen

Die halbe Menschheit wird wegen ihres Geschlechts diskriminiert – trotz Wahlrecht und Gleichstellungsgesetzen, trotz Gewaltschutzkonzepten und Quotenregelungen. Aber um die größte Spaltung der Gesellschaft zu überwinden, werden nur halbherzig und mit ebenso halben Verstand Maßnahmen ergriffen: Eigentums- und Machtverhältnisse werden zu wenig hinterfragt, der strukturelle Sexismus wird nicht bekämpft.

Zudem sind Rückschritte erkennbar. Dass es seit 20 Jahren nicht mehr so wenige weibliche Abgeordnete im Deutschen Bundestag gegeben hat wie nach den Wahlen im September 2017, macht beispielhaft deutlich, dass patriarchale Mauern ihre Wirkungsmacht immer noch besitzen.

Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht
Heike Werner

Sehr dicke Bretter bohren

Was ist in einem Bundesland an Gleichstellungsinitiativen möglich? Über LINKE Frauenpolitik in Thüringen

Der Koalitionsvertrag der rot-rot- grünen Landesregierung in Thüringen sieht als Ziel der Frauen- und Gleichstellungspolitik für die 6. Wahlperiode des Thüringer Landtags zwei Komponenten vor: struktureller Diskriminierung entgegenzuwirken und Gleichstellung zu gewährleisten.

Auch 20 Jahre nach Verabschiedung des ersten Gleichstellungsgesetzes in Thüringen sind Frauen benachteiligt: im Erwerbsleben, in der Sorgearbeit, in den Alterssicherungssystemen. Grundsätzlich gilt, dass wirkliche Gleichstellung nur über die Veränderung von Normen und Werten in der Gesellschaft erreicht werden kann.

Weiterlesen

Fragezeichen

Helene, was ist für dich feministisch?

DISPUT fragt jeden Monat ein Mitglied unserer Partei nach dem vollen Ernst im richtigen Leben.

Diesmal: Helene Füllgraf, geboren 1956, wechselte nach einer Ausbildung zur Chemisch-technischen Assistentin in die IT-Branche. Sie ist Mitglied des KV München und im Sprecherinnenrat der BAG LiSA. 

 

Weiterlesen

Das kleine Blabla
Daniel Bartsch

Meilenstein

Duschen, Haare waschen und saubere Sachen – ein schöner Dreiklang vor dem sonntäglichen Frühstück. Ärgerlich, wenn sich in den Socken dann ein Kristall Katzenstreu verfangen hat … wie ein Kiesel in der »Sandalette« am Wandertag. Beim Socken-Umstülpen läuft das Radio im Bad, die Nachrichten und ich höre: »… ist ein Meilenstein für die moderne Arbeitswelt! « Mh, da fällt mir glatt ein Stein vom Herzen… OK, es war eher ein Krümelchen Rollsplit.

Weiterlesen

Feuilleton
Jens Jansen

Frauen mit Halsband

Glückwunsch allen Frauen, die sich im Wildwasser des Turbo- Kapitalismus nicht an unbewohnbare Ufer werfen lassen! Aber auch die Glücklichen, die einen halbwegs sicheren Job mit Vollzeit und Tariflohn haben, tragen ein enges Halsband, das ihnen als Handy oder Smartphone verkauft wurde und oft als Lasso der Firma für Überstunden und Sonderschichten missbraucht wird.

Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht
Katrin Voß

Afrika macht's vor

Etliche afrikanische Länder haben Frauenquoten für ihre Parlamente eingeführt. Ruanda hat weltweit den höchsten Anteil weiblicher Abgeordneter

Weiterlesen

Geschichte
Ronald Friedmann

Raubfrieden

Am 3. März 1918 unterzeichneten Sowjetrussland und das kaiserliche Deutschland den Vertrag von Brest-Litowsk

Weiterlesen

Debatte

Vieles erreicht, vieles fehlt

Wo stehen wir 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts? Und wie kommen wir weiter? Sechs Autorinnen antworten

Weiterlesen

Neu im Kino
Jürgen Kiontke

Kalter Krieg

Das Flüstern des Wassers: Guillermo del Toros Film »Das Flüstern des Wassers« würde wohl den Test der Grafikerin Alison Bechdel zur Überprüfung stereotyper Frauenrollen im Film zumindest zum Teil bestehen.

Weiterlesen

Interview

Vor unserer Türe kehren

Die Genderbeauftragten der LINKEN Antje Schiwatschev und Vera Vordenbäumen über Frauenquoten in der Partei, die Mühen der Ebenen und die #metoo-Debatte 

Weiterlesen

Gregor Gysi

Keine Formelkompromisse

Die europäische Linke muss sich als »lernende Partei« begreifen, die sich in einer solidarischen, aber auch kontrovers geführten Debatte weiterentwickelt Die vollständige Rede von Gregor Gysi beim Neujahrstreffen der Europäischen Linken am 22. Januar in Brüssel

Weiterlesen

Prof. Dr. Wolfgang Triebel

Auch heute noch richtig

Auf die brennenden Probleme der Gegenwart gibt es im Manifest von Marx und Engels aus dem Jahr 1848 Antworten 

Weiterlesen

DISPUT bestellen

Bestellformular
Kenntnisnahme
Zur Kenntnisnahme: Das Abonnement verlängert sich automatisch um den angegebenen Zeitraum zum gültigen Bezugszeitraum, falls ich nicht vier Wochen (Poststempel) vor dessen Ablauf schriftlich kündige. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass ich die Bestellung innerhalb von zwei Wochen widerrufen kann. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs an den Parteivorstand der Partei DIE LINKE, Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin. Die Frist beginnt am Tag der Absendung der Bestellung.

Datenschutz: Die Daten werden ausschließlich zum Zweck der Versendung und Verwaltung des Abonnements genutzt und hierfür an deutsche Versanddienstleister sowie bei Finanzbehörden im Rahmen steuerrechtlicher Pflichten gespeichert und ggf. an diese übermittelt. Sie haben das Recht auf Widerspruch gegen die Datenverwendung, womit das Abo erlischt. Sie haben das Recht auf Auskunft über sowie die Löschung oder Korrektur Ihrer Daten. Hierfür wenden Sie sich bitte an Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH, Geschäftsleitung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, geschaeftsleitung@nd-online.de, Telefon: 030-29781615. Sie haben das Recht auf Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde.
Absenden

Impressum

Der DISPUT ist die Mitgliederzeitschrift der Partei DIE LINKE und wird vom Parteivorstand herausgegeben. Er erscheint in der Regel jeden dritten Freitag im Monat.

Kontakt
Redaktion DISPUT
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Telefon: (030) 24 009 510
disput@die-linke.de