in Leipzig am Rande des 9. Deutschen Seniorentages
Am Rande des 9. Deutschen Seniorentages traf sich der Bundessprecherrat zu einem Erfahrungsaustausch über Formen und Methoden der Arbeit mit Blick auf die Bundestagswahlen am 27. September 2009.
Karin Söllner konnte über einen guten Start unserer AG auf dem Seniorentag berichten. Das zeigte sich u.a. an dem erstaunlichem Interesse für unseren Infostand, an den lebhaften Diskussionen, die, unterstützt von Barbara Höll MdB, dort geführt wurden wie auch an den gesammelten zahlreichen Unterschriften für die Rentenangleichung Ost/West. Gedankt wurde der Leipziger Stadt-AG, die sich, unterstützt von Genossen aus NRW, als umsichtiger Partner erwies. (Der Bundessprecherrat hat inzwischen den Parteivorstand über die Ergebnisse unseres Beitrages zum Seniorentag informiert.)
Ursula Monsees berichtete über einige Erfahrungen in der Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Thüringen.
Ihr Sprecherrat legt größten Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Landesvorstand und der Landtagsfraktion der Partei. Diese Beziehungen funktionieren, weil auch die Landesarbeitsgemeinschaft immer wieder etwas einzubringen hat. Einbahnstraßen sind dafür auf Dauer ungeeignet. Das schließt in Thüringen ein, dass die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Mitglied des Landesvorstandes der Partei ist. Um die Ausstrahlung der Arbeit der Seniorenarbeitsgemeinschaft zu erhöhen bedarf es entsprechender Strukturen. In Thüringen bewährt sich: Die Beratungen des Sprecherrates mit einer Infostunde zu beginnen, um die Mitglieder selbst mit guten Argumenten auszurüsten, einmal jährlich an einer Beratung des Landesvorstandes mit den Kreisvorsitzenden teilzunehmen und dort für Themen der Seniorenpolitik zu werben, in jedem Jahr eine Zusammenkunft mit befreundeten Seniorenzusammenschlüssen durchzuführen, um Gemeinsamkeiten und Probleme der Seniorenarbeit auszutauschen, gemeinsam mit der Landtagsfraktion, in größeren Zeitabständen, eine hochwertige, farbige Zeitschrift "Seniorita" mit interessanten Informationen und Bildern über linke Seniorenpolitik in Thüringen herauszugeben. Angesprochen wurden eine Reihe Probleme, die die Mitglieder der Seniorenarbeitsgemeinschaft bewegen und nachhaltiger angegangen werden müssen: Neuer Überlegungen bedarf es zur personellen Stärkung der Arbeitsgemeinschaften, da in nächster Zeit eine Reihe Genossinnen und Genossen aus Altersgründen ausscheiden. Zunehmend mehr "Strömungen" in der Partei gehen vielen ältern Mitgliedern "auf die Nerven" Dieses Problem verbraucht an der Basis zuviel Kraft ohne politischen Zugewinn zu bringen. Mit Sorge wird der wachsende Einfluss der rechten Kräfte gesehen. Bisherige Gegenstrategien sind offenbar nicht ausreichend.
Peter Deutrich wurde zur Wahl in den Torgauer Stadtrat gratuliert. Er sieht darin eine weitere Möglichkeit, sich in kommunale Seniorenpolitik ganz praktisch einzumischen und auf diesem Gebiet neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Jürgen Sahr aus Schleswig-Holstein verwies darauf, dass sich nicht nur die Seniorenarbeitsgemeinschaft sondern auch der Landesverband der Partei selbst noch im Formierungsprozess befindet. Gegenseitiges Abwerben aktiver Kräfte kann nicht die Lösung sein. Neue Mitstreiter müssen gewonnen werden. Bei der Bestimmung der Politikfelder der Landesarbeitsgemeinschaft sind die Seniorenpolitischen Standpunkte wie die eigene Kreativität gleichermaßen unverzichtbar. Zeitzeugenarbeit sollte die Bereiche Kunst und Kultur einschließen.
Wilhelm Döll konnte darauf verweisen, dass es in seiner Landes-AG Überalterungsprobleme wie in den Neuen Bundesländern noch kein Problem bilden. Der Sprecherrat versucht mit Parteitagsanträgen der Seniorenpolitik im Landesverband NRW mehr Zugang zu verschaffen. Er warb für mehr Solidarität und Unterstützung, auch durch den Landesvorstand, um die Anlaufprobleme der Landes-AG, Organisation der Arbeit, große Entfernungen, Transport, Finanzierung, Schritt für Schritt in den Griff zu bekommen.
Einige Schlussfolgerungen aus der Diskussion für die weitere Arbeit:
Vorgeschlagen und beschlossen wurde die Vorbereitung eines Wahlaufrufes der Seniorenarbeitsgemeinschaft mit dem Arbeitsthema "Senioren wählen links". Der Aufruf sollte am Vorabend der Bundestagswahlen als Anzeige in einer Tageszeitung geschaltet und durch die Unterzeichner selbst finanziert werden.
Alle Landes- und Kreis-AG sind aufgefordert, in den Vorständen der Partei für die Positionen der "Seniorenpolitischen Standpunkte" zu werben, um sie durch konkretere politische Schritte weiter zu untersetzen.
Linke Seniorenpolitik muss auch durch die Seniorenarbeitsgemeinschaft selbst stärker öffentlich gemacht werden. Auch deshalb sollten alle AG darauf hinwirken, dass künftig, je nach Möglichkeit, jedes Mitglied der Seniorenarbeitsgemeinschaft in einem anderen Seniorenzusammenschluss oder in einer Seniorenvertretung mitarbeitet, unsere Positionen vertritt und neue Vorstellungen kennen lernt.
Der Bundessprecherrat sollte eine Zusammenkunft vorbereiten über Erfahrungen der Genossen in Thüringen, NRW und anderen Landesarbeitsgemeinschaften bei der Gestaltung interessanter Internetseiten zur wirksameren Verbreitung linker seniorenpolitischer Themen und zur effektiveren Organisation der eigenen Arbeit.
Mehr Aufmerksamkeit sollten die Landesarbeitsgemeinschaften der Gewinnung und der ordnungsgemäßen Registrierung von Mitliedern in den Kreis-Arbeitsgemeinschaften widmen, weil damit für die Seniorenarbeitsgemeinschaft praktischer Konsequenzen verbunden sind Finanzzuschüsse, Parteitagsmandate u.a.