Mehr Alter wagen!

Seniorenarbeitsgemeinschaft der Partei DIE LINKE

 

Was will die Seniorenpolitik der Partei DIE LINKE?

Hauptziel linker Seniorenpolitik ist ein selbstbestimmtes Leben in Würde - auch im Alter. Sozial-, gesundheitlich- und ethnisch benachteiligte Menschen stehen im Fokus der Aufmerksamkeit der Partei. Angesichts der Defizite der heutigen Gesellschaft im Umgang mit dem Alter sowie der beschleunigten Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, ist diese Zielstellung mit "Reparaturmaßnahmen" nicht zu bewältigen. Notwendig sind vielmehr, so auch die Forderung prominenter Altersforscher, massive Reformen, die geeignet sind, die gesellschaftlichen Strukturen alternsfreundlicher und damit für das Alter entwicklungspotenter zu gestalten. Das betrifft praktisch alle Sektoren des gesellschaftlichen Lebens, die Familienpolitik, die Arbeitswelt, die Alterssicherung, die Forschung und Lehre, die Architektur, die Verkehrsinfrastruktur sowie insbesondere die Darstellung des Alters in den Medien. In diesem Sinne versteht DIE LINKE Seniorenpolitik als Querschnittsaufgabe, engagiert sich für Gerechtigkeit und Solidarität sowohl zwischen den Generationen wie auch innerhalb der Generation der Seniorinnen und Senioren selbst und wendet sich gegen jede Form von Altersdiskriminierung. Linke Seniorenpolitik schließt die Aktivierung des schöpferischen und Erfahrungspotentials der älteren Generation ebenso ein wie die Ausschöpfung und den Ausbau aller gesetzlichen Möglichkeiten im Interesse alter Menschen.

Wozu braucht die Partei DIE LINKE eine Seniorenarbeitsgemeinschaft?

Linke Seniorenpolitik wird dann erfolgreich sein, wenn sie fester Bestandteil der Gesamtpolitik der Partei ist, wegen ihrer Spezifik aber eigenständiges Politikfeld bleibt, wenn sie nicht nur für sondern auch mit Senioren gemacht wird, wenn Seniorinnen und Senioren nicht nur angehört sondern in Entscheidungen einbezogen werden. Deshalb bedarf es engagierter Seniorinnen und Senioren, die dieses Politikfeld bearbeiten, den Vorständen herangereifte seniorenpolitische Angebote unterbreiten und immer aufs Neue darauf drängen, dass Seniorenpolitik durch die Vorstände in angemessener Relation auch stattfindet.

Wie arbeitet die Seniorenarbeitsgemeinschaft?

Die Seniorenarbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Genossinnen und Genossen, Sympathisantinnen und Sympathisanten, die auf regionaler-, Stadt-, Landes- und Bundesebene die Vorstände bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Seniorenpolitik der Partei mit Rat und Tat unterstützen. Inhaltliche und organisatorische Grundlage ihrer Tätigkeit bilden die "Seniorenpolitischen Standpunkte" und die Satzung der Seniorenarbeitsgemeinschaft, die von der Hauptversammlung, dem höchsten Organ der SAG, ständig mit dem Leben in Übereinstimmung gebracht werden. Die Laufende Arbeit der Bundes-AG, der Landes-, Stadt- und regionalen Arbeitsgemeinschaften organisieren die Sprecherräte. Regelmäßige thematische Konferenzen, bisher u.a.zur Generationengerechtigkeit, zum Rentenrecht, zum demographischen Wandel, zu Altenpflege, sind Quelle der inhaltlichen Arbeit und des Erfahrungsaustausches. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften arbeiten in gewerkschaftlichen, in anderen Seniorenzusammenschlüssen sowie in Seniorebeiräten mit. Die Seniorenarbeitsgemeinschaft pflegt nützliche Arbeitskontakte zur Volkssolidarität e.V., der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM) u.a. Organisationen und ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen "BAGSO".

Landes- Seniorenarbeitsgemeinschaften bestehen bisher in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsenanhalt und Thüringen. Sie entscheiden eigenständig über die Gliederung ihrer Landes-AG.

Kein Vorstand der Stadt- und Regionalverbände der LINKEN sollte auf die Mitarbeit einer Seniorenarbeitsgemeinschaft verzichten.

Die Tätigkeit der Seniorenarbeitsgemeinschaften in den Stadt- und Regionalverbänden ist darauf gerichtet, seniorenpolitische Forderungen, wie sie die "Seniorenpolitischen Standpunkten" enthalten, unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen in regionale Aktivitäten umzusetzen. Ihre Sprecherräte artikulieren typische Stimmungen und Meinungen der Seniorinnen und Senioren zu relevanten politischen Fragen und unterbreiten dazu den Vorständen ihre Vorschläge. Sie organisieren den Erfahrungsaustausch der Genossinnen und Genossen, die in Kommunen auf den verschiedensten Gebieten Seniorenarbeit leisten. Die Senioren-AG West sollten prüfen, in wie weit bewährte Erfahrungen der ehrenamtlichen Rentenkonsultanten der Senioren-AG Ost in ihrem Einflussbereich nutzbar gemacht werden können. Eine der ständigen Aufgaben der Rentenkonsultanten bleibt, die Sprecherräte über neue rentenpolitische- und rentenrechtliche Fragen zu informieren. Seniorenklubs und -treffs, die sich in den Seniorenarbeitsgemeinschaften bilden bzw. ihnen nahe stehen, ermöglichen mehr Breitenarbeit und erweisen sich als willkommenes Angebot für politischen Gedankenaustausch, geistig kulturelle Bildung und kritische Geschichtsaufarbeitung.

Wie kann man sich in die Seniorenarbeitsgemeinschaft einbringen?

Genossinnen und Genossen, die an seniorenpolitische Themen wie Rentenpolitik, altersgerechtes Wohnen, kommunale Seniorenarbeit, Seniorenklubarbeit usw. interessiert sind und sich in einer Seniorenarbeitsgemeinschaft in Stadt-, Regional- oder Landesverbänden zusammenschließen möchten, setzen sich mit dem Bundessprecherrat der Seniorenarbeitsgemeinschaft der Partei DIE LINKE in Verbindung. Interessenten an Seniorenpolitik in Landesverbänden, in denen bereits Seniorenarbeitsgemeinschaften bestehen, wenden sich über die Landesvorstand der Partei an den zuständigen Sprecherrat der Landes-Seniorenarbeitsgemeinschaft.

Quelle: http://www.die-linke.de/partei/zusammenschluesse/seniorenarbeitsgemeinschaftderparteidielinke/mehralterwagen/