23. September 2008 Bayern

Rückenwind durch Wahlaufruf von Gewerkschaftern

Die bayerische Linke erhält Unterstützung beim Kampf um den Einzug in den bayerischen Landtag. 186 Gewerkschafter unterzeichneten einen Wahlaufruf für DIE LINKE zur Bayernwahl 2008. Unter ihnen sind Betriebs- und Personalräte großer Unternehmen. Klaus Ernst und Fritz Schmalzbauer kommentieren den Aufruf.

Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE, freut sich über den Wahlaufruf. Für den Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Schweinfurt ist der Aufruf konsequent. "Die Linke ist die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Wir haben zentrale gewerkschaftliche Forderungen auf die politische Tagesordnung gesetzt. Den Mindestlohn, höhere Renten, eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen. Das alles wird in Deutschland inzwischen breit diskutiert, weil es uns gibt. Je stärker die Linke, umso sozialer wird Bayern."

Der oberbayerische Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl, Fritz Schmalzbauer, erwartet von dem Aufruf Rückenwind für den Wahlkampfendspurt. Der Ver.di-Bildungsberater hält den Aufruf für eine richtige Antwort auf die Kampagne der CSU gegen seine Partei. "Während der Innenminister den Verfassungsschutz gegen die Linke instrumentalisiert, demonstrieren Gewerkschafter mit ihrem Wahlaufruf für die Linke, dass sie auf dem Boden der bayerischen Verfassung stehen. Wenn die Linke am Sonntag die Fünfprozenthürde knackt, dann sitzt im bayerischen Landtag eine Fraktion, die zum großen Teil aus Gewerkschaftern besteht. Wir werden die Stimme der sozialen Gerechtigkeit im Landtag sein."